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Privatarchive, Sammlungen und Archive aufgelöster Hochschulen

In dieser Gruppe befinden sich Unterlagen aus privater Hand von Personen, deren Tätigkeit mit der Universität Leipzig eng verbunden war. Als Fremdbestände bezeichnen wir die Akten, die von aufgelösten Leipziger Hochschulen stammen. Bei den Sammlungen handelt es sich um Einzelstücke verschiedener Herkunft oder mit gemeinsamen Eigenschaften. Sie wurden bereits bei der abgebenden Stelle angelegt oder im Archiv zusammengestellt.

Archive aufgelöster Hochschulen

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[wc_accordion_section title=“Deutsche Hochschule für Körperkultur (DHfK) Sachakten„]
Deutsche Hochschule für Körperkultur (DHfK) Sachakten
Die Deutsche Hochschule für Körperkultur wurde 1950 gegründet. Sie bildete Sportlehrer und Trainer sowohl für den Schul- als auch für den Leistungssport aus. 1991 wurde die DHfK geschlossen, die neu gegründete Sportwissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig übernahm die Sportlehrerausbildung. Mehr als 3000 Aktenbände des Verwaltungsarchivs enthalten Unterlagen der Institute, der Verwaltung sowie des Rektorats der DHfK.

Bestandsdauer der Behörde: 1950 – 1990
Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1947 – 1994
Nachfolger-Einrichtung: Sportwissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig
Aufgaben der Einrichtung: Die DHfK war Aus- und Weiterbildungseinrichtung für Diplomsportlehrer, die in allen Bereichen des Sports in der DDR tätig waren. Ebenso übernahm die Hochschule die sportwissenschaftliche Ausbildung von Fachärzten für Sportmedizin sowie sportwissenschaftliche Forschung im Auftrag von Sportverbänden. Die DHfK verlieh außer dem Diplom die akademischen Grade Dr. paed. (doctor paedagogicae, enspricht der Promotion) und Dr. sc. paed. (doctor scientiae paedagogicae, entspricht der Habilitation).

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[wc_accordion_section title=“Deutsche Hochschule für Körperkultur (DHfK) Schmalfilme und Tonbänder„]
Die Deutsche Hochschule für Körperkultur (DHfK) hatte eine eigene Film- und Bildstelle zur Erstellung von audiovisuellen Lehrmaterialien. Dabei wurden für die Sportausbildung komplexe Bewegungsabläufe in Einzelsequenzen zerlegt. Ebenso sind Aufnahmen erfolgreicher eigener wie fremder Sportler und Mannschaften sowie großer Sportwettbewerbe enthalten, die der Dokumentation und der Analyse dienten. Die ab 1952 entstandenen Schmalfilme lagerten bis 2009 in der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig und wurden dann in das Universitätsarchiv übernommen. Es existiert bislang nur eine Abgabeliste, die wir Ihnen hier zur Verfügung stellen. Die Filme sind bis auf wenige Ausnahmen, die Sie unter Sammlungsgut in unserer Schmalfilmsammlung finden, derzeit noch nicht digitalisiert.

Bestandsdauer der Behörde: 1950 – 1993
Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1936 – 1989

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[wc_accordion_section title=“Handelshochschule Leipzig (HHL) Sachakten„]

  Handelshochschule Leipzig (HHL) Sachakten
1969 wurde im Zuge der 3. Hochschulreform eine neue Handelshochschule in Leipzig gegründet, sie erhielt das Merkurhaus in der damaligen Markgrafenstraße als Sitz. Diese Hochschule bildete u. a. Betriebswirtschaftler, Gastronomen und Volkwirtschaftler aus.

Bestandsdauer der Behörde: 1969 – 1992
Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1951 – 1993
Vorgänger-Einrichtung: Hochschule für Binnenhandel
Nachfolger-Einrichtung: Handelshochschule Leipzig (seit 1992 in freier Trägerschaft, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig
Aufgaben der Einrichtung: Ausbildung von Betriebswirtschaftlern, Gastronomen, Volkswirtschaftlern. Sie besaß Promotionsrecht.

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Hochschule für Binnenhandel (HfB) Sachakten“]

Die 1953 gegründete Hochschule für Binnenhandel hatte ihr Domizil in der Markgrafenstraße 2 (Merkurhaus). Mit der Auflösung der Hochschule 1963 ging das gesamte Inventar und ebenso das Gebäude an die Karl-Marx-Universität Leipzig (KMU) über. Nutzer war nun die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität. Die Akten verblieben noch am alten Standort und kamen erst nach 1992 in das Universitätsarchiv. Die Studentenakten bilden einen eigenen Bestand, Personalakten sind nicht überliefert.

Bestandsdauer der Behörde: 1953 – 1963
Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1953 – 1963
Vorgänger-Einrichtung: Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Karl-Marx-Universität, Handelshochschule (1897-1946)
Nachfolger-Einrichtung: Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Karl-Marx-Universität.
Aufgaben der Einrichtung: Ausbildung von Ökonomen für Leitungsfunktionen im Handelswesen der DDR, Abschluss Staatsexamen im Direkt- und Fernstudium.

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[wc_accordion_section title=“Pädagogische Hochschule Leipzig (PH) Sachakten„]
Bereits seit 1948 wurden in Leipzig in einem Institut für Lehrerbildung Neulehrer ausgebildet. Aus diesem Institut ging im Jahr 1953 das Pädagogische Institut Leipzig hervor. Es hatte seinen Standort in der ehemaligen Klinger-Schule in der Karl-Heine-Straße. Dieses Institut bildete Mittelstufenlehrer für die Klassen 5 bis 8 aus, ab 1959 bis Klasse 10 mit dem Staatsexamen als Abschluss. Die fachliche Ausbildung vollzog sich in Zusammenarbeit mit der Universität und der DHfK. Von 1953 bis 1965 betrieb das Pädagogische Institut einjährige Vorkurse für Bewerber ohne Hochschulreife. Ab 1959 wurden Studenten im Fern- und Abendstudium ausgebildet, dies betraf die Qualifizierung von Neulehrern zu Mittel- und Oberstufenlehrern, v. a. für die Fächer Deutsch, Russisch, Staatsbürgerkunde.
Ab 1969 schlossen die Absolventen mit dem Diplom ab. 1972 wurde das Institut zur Pädagogischen Hochschule aufgewertet und nach Clara Zetkin benannt. Gleichzeitig bekam die PH das Recht zur Verleihung des akademischen Grades „Dr. paed.“, seit 1977 besaß sie das Promotionsrecht für den „Dr. phil.“
1991 wurde die Pädagogische Hochschule aufgelöst.
Der Bestand PH enthält als Teilbestand die Unterlagen des Instituts für Lehrerbildung „N. K. Krupskaja“ (IfL). Dieses Institut wurde 1952 gegründet und bestand neben der Pädagogischen Hochschule als selbständige Einrichtung, es war ansässig in der Crednerstraße. Das Institut für Lehrerbildung war zuständig für die Ausbildung von Lehrern für die unteren Klassen, Pionierleitern und Horterzieherinnen. Es wurde 1991 geschlossen.
Personenakten von Absolventen und Mitarbeitern sowie Promotionsakten sind im Bestand enthalten.
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[wc_accordion_section title=“Personenakten aufgelöster Hochschule„]

Hier sind die personenbezogenen Unterlagen (Studentenakten, Graduierungsakten, Personalakten) aller aufgelösten Hochschulen zu einem virtuellen Gesamtbestand vereinigt. Derzeit sind noch nicht alle Archivalieneinheiten online recherchierbar.

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[wc_toggle title=“Druckschriften“ layout=“box“]

Druckschriften umfassen sowohl Bibliotheksgut, als auch Belegexemplare sowie „graue Literatur“. Dazu rechnen auch Publikationen sowie Rechtstexte und Verordnungen der ehemaligen Karl-Marx-Universität Leipzig, die sich vollständig im Universitätsarchiv befinden. Ebenfalls im Universitätsarchiv befindet sich kleiner Bestand von historischen Dissertationen, die sich als Teil des Promotionsverfahrens in der Philosophischen Fakultät erhalten haben.

Dienstbibliothek

Die Dienstbibliothek umfasst die gesammelte Literatur zur deutschen Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte sowie zur Geschichte und Entwicklung der Universität Leipzig. Darin finden sich Druckschriften, Zeitschriftenartikel, im Eigenverlag der Universität herausgegebene Veröffentlichungen und ungedruckte Manuskripte. Bitte beachten Sie, dass eine Benutzung nur vor Ort und im Zusammenhang mit einer Archiv-Recherche möglich ist.

Druckschriften der KMU

In den Akten der Universität Leipzig finden sich nach 1946 zahlreiche Belege für oftmals detailverliebte Reglementierungen des Staates in Forschung und Lehre. Die Bezeichnungen für die Eingriffe sind vielfältig, es gibt Arbeitsanweisungen, Arbeitsdokumente, Arbeitsrichtlinien, Arbeitsinstruktionen, Durchführungsbestimmungen, Dienstordnungen, Direktiven, Entschließungen, Erlasse, Führungspläne, Grundsatzdokumente, Hinweise, Hochschulbestimmungen, Konzeptionen, Maßnahmenpläne, Ordnungen, Richtlinien bis hin zu Weisungen. Rund 500 verschiedene Eingriffe in den Hochschulbetrieb fanden sich bis heute in den Archivbeständen der Universität zwischen 1946 und 1990. Dazu kommen noch über 500 Lehrprogramme und Studienpläne, die fast jede Kleinigkeit eines Hochschulstudiums in der DDR bzw. an der Karl-Marx-Universität Leipzig regelten. Die gedruckten Vorschriften wurden aus den Akten herausgenommen und zentral in einer Druckschriftensammlung des Universitätsarchivs zusammengeführt. Im Archivalltag schafft das Platz und vermeidet Mehrfachüberlieferungen. Aus dieser Materialfülle entstand die nun digitalisierte, chronologisch geordnete Titelsammlung. Für den Forscher und den interessierten Laien bietet diese umfangreiche Quellenzusammenstellung einen guten Einstieg in die von sozialistischer Ideologie und staatlichen Weisungen dominierte Hochschulwirklichkeit der DDR.

Bestandsdauer der Behörde: 1945 – 1990
Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1946 – 1991

gedruckte Dissertationen

Sammlung von gedruckten Dissertationen aus der Philosophischen Fakultät, die als Teil des Promotionsverfahrens in der Fakultätsverwaltung zwischen 1800 und 1900 abgelegt wurden. Diese Sammlung ist nicht vollständig und enthält keineswegs alle Dissertationen aus diesem Zeitraum.

Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1819 – 1927

Universitätszeitung der KMU

Die Universitätszeitung, ursprünglich eine Einzelseite in der Leipziger Volkszeitung (LVZ), erschien von 1957 bis 1991 als selbständiges Periodikum. Als Organ der Kreisleitung der SED berichtete sie zunächst vierzehntägig, später wöchentlich über aktuelle Geschehnisse aus dem Hochschulbetrieb. Zugleich kam ihr eine wichtige Funktion als Sprachrohr für die Parteipropaganda der SED an der Universität zu. Die Meldungen, Kommentare und Wertungen ermöglichen einen oftmals einzigartigen, chronologischen Zugang zur jüngeren Zeit und insbesondere zur Erneuerung der Universität bis zum Juli 1991.

Laufzeit der enthaltenen Archivalien: 1957 – 1991

Wissenschaftliche Zeitschrift der KMU

Die WZ erschien 1951 bis 1990 in zwei parallelen Reihen (Mathematisch-naturwissenschaftliche Reihe und Gesellschafts- und Sprachwissenschaftliche Reihe) mit jährlich insgesamt 12 Heften unter der Herausgeberschaft des Rektors. Ein Jahresband umfasst etwa 500 bis 700 Seiten im Lexikonformat (bis 1968) und in Groß-Oktav (ab 1969). Die WZ veröffentlichte wissenschaftliche Artikel – ursprünglich ausschließlich von Forschern der Universität Leipzig. Der Zeitschriftenbeginn steht im Zusammenhang mit der „Störfreimachung“, also der angestrebten Unabhängigkeit von Westimporten: Der bislang teure Ankauf westlicher wissenschaftlicher Periodika sollte durch Etablierung eigener Titel beendet werden (allein 1961 wurde der Bezug von 355 Zeitschriften aus der Bundesrepublik eingestellt). Zudem konnten dann damit Zeitschriften im “NSW – Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet” ohne den Einsatz von Devisen im Tauschverfahren erworben werden. [/wc_toggle]

[wc_toggle title=“Privatarchive & Gesellschaften“ layout=“box“]
Darunter verstehen wir die aus privater Hand in öffentlichen Besitz übergegangenen Papiere und Überlieferungsstücke von Personen oder wissenschaftlichen Gesellschaften, deren Tätigkeit mit der Universität Leipzig eng verbunden war. Privatarchive folgen den verschiedensten Ordnungskriterien, die in der Regel vom jeweiligen Eigentümer vorgegeben werden. Im Universitätsarchiv befinden sich sehr viele solcher Bestände, von denen hier nur eine Auswahl zur Recherche angeboten werden kann; einige davon sind ganz oder teilweise für die Benutzung gesperrt.
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Das Sammlungsgut im Universitätsarchiv umfasst Stücke und Objekte, die mehr oder weniger zufällig in das Archiv gekommen sind und nicht regelmäßig durch die Urheber oder Produzenten abgeliefert werden. Die meisten dieser Objekte liegen in digitalisiert Form vor. Dazu zählen die Fotosammlungen (seit etwa 1854 fortlaufend), die Siegelabdruck- und Typarsammlung (seit etwa 1409 fortlaufend), die Plakatsammlung (ab 1878 fortlaufend) oder museale Objekte (seit etwa 1909 fortlaufend). In jüngster Zeit kommen noch digitale Sammlungen hinzu wie die Audiosammlung (die etwa auch Podcast enthält) oder die Videosammlung (die digitale Videoaufzeichnungen verzeichnet).

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